„Wie kannst du denn Warwara Dmitriewna heiraten?“ fragte Falastoff; er hatte ein rotes Gesicht, „sie ist doch verwandt mit dir! Gibt es so ein neues Gesetz, daß Verwandte[1] heiraten dürfen?“

Alle lachten. Das frische, für gewöhnlich gleichmäßig schläfrige Gesicht Peredonoffs wurde böse.

„Kusine im dritten Grade,“ fuhr er auf und stierte wütend an seinen Freunden vorbei.

„Hat es die Fürstin dir persönlich versprochen?“ fragte Rutiloff. Er war groß, blaß und stutzerhaft gekleidet.

„Mir nicht, aber Warja,“ antwortete Peredonoff.

„Sieh mal an, und das glaubst du?“ sagte Rutiloff lebhaft. „Sagen kann man alles. Und warum bist du nicht bei der Fürstin gewesen?“

„Begreife doch, ich ging zusammen mit Warja hin, sie war aber nicht zu Hause, nur um fünf Minuten kamen wir zu spät,“ erzählte Peredonoff, „aufs Land war sie gefahren und kommt erst nach drei Wochen zurück; ich konnte ganz unmöglich so lange warten, mußte hierher zurück wegen der Prüfungen.“

„Verdächtig ist es doch,“ sagte Rutiloff und lachte; dabei sah man seine angefaulten Zähne.

Peredonoff wurde nachdenklich. Die übrigen verabschiedeten sich, nur Rutiloff blieb bei ihm stehn.

„Das ist selbstverständlich,“ sagte Peredonoff, „jede könnte ich heiraten, wenn ich nur wollte. Warwara ist nicht die einzige.“