Peredonoff kam nicht ins Gymnasium und schien ebenfalls etwas zu erwarten.

In den letzten Tagen hatte er sich ganz an Wolodin geheftet. Er fürchtete sich, ihn aus den Augen zu lassen, und dachte immer, Wolodin wolle ihm einen Schaden zufügen. Schon am frühen Morgen, wenn er aufwachte, dachte er traurig an Wolodin: Wo ist er jetzt? Was treibt er?

Manchmal erschien ihm Wolodin: Wolken zogen am Himmel, wie eine Lämmerherde, und unter ihnen tummelte sich Wolodin, den steifen Hut auf dem Kopf und lachte meckernd; auch im Rauche, der den Schornsteinen entstieg, war er zuweilen und verzog sich geschwind, alberne Grimassen schneidend und durch die Luft springend.

Wolodin aber dachte und erzählte es stolz, daß Peredonoff ihn sehr lieb hätte und ohne ihn nicht leben könnte.

„Warwara hat ihn betrogen,“ sagte Wolodin, „er sieht aber, daß ich ihm ein treuer Freund bin, darum hält er zu mir.“

Wenn Peredonoff aus dem Hause trat, um Wolodin aufzusuchen, kam ihm dieser schon entgegen, den steifen Hut auf dem Kopf, ein Spazierstöckchen in der Hand, fröhlich springend und lustig meckernd.

„Warum trägst du immer dein Töpfchen auf dem Kopf?“ fragte ihn Peredonoff einmal.

„Warum sollte ich das Töpfchen nicht tragen, Ardalljon Borisowitsch?“ entgegnete Wolodin fröhlich und verständig, bescheiden und anständig. „Die Mütze mit der Kokarde darf ich nicht tragen, und einen Zylinder aufzusetzen überlasse ich als Uebung den Aristokraten; uns steht das nicht an.“

„Du wirst noch in deinem Töpfchen überkochen,“ sagte Peredonoff verdrießlich.

Wolodin kicherte.