„Ich werde dich töten! Dich erstechen! Dich einsperren!“

Und Warwara horchte und schmunzelte:

„Aergere dich nur!“ dachte sie schadenfroh.

Sie dachte, es wäre nur Wut; er errät, daß man ihn betrogen hat und ärgert sich. Den Verstand wird er nicht verlieren, — denn ein Dummkopf hat nichts, was er verlieren könnte. Und wenn er auch irrsinnig wird, — was ist dabei! — Der Irrsinn ist eine Unterhaltung für den Dummen.

„Wissen Sie, Ardalljon Borisowitsch,“ sagte Chripatsch einmal, „Sie sehen sehr krank aus.“

„Der Kopf tut mir weh,“ sagte Peredonoff finster.

„Wissen Sie, Verehrtester,“ fuhr der Direktor vorsichtig fort, „ich würde Ihnen doch raten, einstweilen nicht ins Gymnasium zu kommen. Sie sollten sich schonen, Ihren Nerven, die doch scheinbar stark mitgenommen sind, etwas Ruhe gönnen.“

Natürlich, dachte Peredonoff, das ist das allerbeste: nicht mehr ins Gymnasium gehen. Warum war er nicht schon längst auf diesen Gedanken gekommen! Er brauchte sich ja nur krank zu melden, zu Hause zu bleiben und abzuwarten, was werden würde.

„Ja, ja, ich werde nicht kommen, ich bin krank,“ sagte er erfreut zu Chripatsch.

Der Direktor hatte unterdessen ein zweites Mal an den Lehrbezirk geschrieben und wartete von Tag zu Tag auf die Ernennung einiger Aerzte zur Untersuchung. Aber die Beamten beeilten sich nicht. Dafür waren es Beamte.