Deine Frau — sie heißt Barbare,
Du bist schön, mein Ardalljon.
Du und sie seid schlecht im Paare —
Du bist klug, wie Salomon.“
„Das ist richtig,“ sagte Peredonoff, „wie soll ich ihr aber in die Augen spucken? Sie wird sich bei der Fürstin beklagen, und die wird mir keine Stelle verschaffen.“
„Wozu brauchst du eine Stelle? Du bist auch ohne Stelle lieb und gut,“ sagte Valerie.
„Ach, wie soll ich denn leben, wenn man mir keine Stelle gibt,“ sagte Peredonoff mutlos.
Darja schob Wolodin ein Briefchen in die Hand, das mit einer rosa Oblate verklebt war. Erfreut meckernd öffnete Wolodin das Kuvert und las den Brief; er wurde nachdenklich, — dann warf er sich in die Brust und es schien, als hätte ihn etwas aus der Fassung gebracht. Kurz und klar stand geschrieben:
„Komm Liebling, morgen um elf Uhr abends zu einem Stelldichein in die Militärbadstube. Deine dir ganz fremde J.“
Wolodin glaubte an die Aufrichtigkeit der Briefschreiberin, aber es fragte sich nur, — lohnte es überhaupt, hinzugehen? Wer ist diese J? Eine Jenny vielleicht? Oder fängt ihr Familienname mit dem Buchstaben J an?