XXX

Endlich begann man, die für die Kostüme verteilten Zettelchen zu zählen. Die Mußenvorsteher bildeten das Komitee. An der Tür des Schiedsgerichtszimmers versammelte sich eine gespannt wartende Menge. In den Sälen wurde es für kurze Zeit still und langweilig. Die Musik hatte aufgehört zu spielen. Die Gäste waren verstummt. Peredonoff wurde es unheimlich.

Aber bald fing man wieder an zu sprechen, man murrte ungeduldig, man lärmte. Jemand versichert, beide Preise kämen in die Hände von Schauspielern.

„Sie werden es sehen!“ hörte man jemandes entrüstete, zischende Stimme.

Viele glaubten es. Man war erregt. Jene, die nur wenig Zettel erhalten hatten, ärgerten sich schon darüber. Jene, die viele erhalten hatten, erregte die Möglichkeit einer vielleicht zu erwartenden Ungerechtigkeit.

Plötzlich bimmelte gell und durchdringend ein Glöckchen. Die Preisrichter kamen heraus: Weriga, Awinowitzkji, Kiriloff und die übrigen Vorstände. Wellenartig verbreitete sich eine verlegene Stille im ganzen Saal, — plötzlich war alles verstummt.

Awinowitzkji verkündete mit lautschallender Stimme:

„Das Album, als Preis für das beste Herrenkostüm, erhält, der größten Zettelanzahl zufolge, der Herr im Kostüm eines alten Germanen.“

Awinowitzkji hob das Album hoch und blickte böse auf die sich stauende Menge. Der urwüchsige Germane bahnte sich einen Weg. Er begegnete nur feindlichen Blicken. Man wollte ihm den Weg nicht freigeben.