„Meine Herrschaften, die meisten Zettel für das Damenkostüm hat die Dame im Kostüm einer Geisha erhalten; ihr wurde der Preis zuerkannt, — nämlich ein Fächer. Geisha, ich ersuche Sie, vorzutreten, der Fächer gehört Ihnen. Meine Herrschaften, ich ersuche Sie um die Liebenswürdigkeit, der Geisha den Weg freizugeben.“

Die Musik spielte zum zweiten Mal einen Tusch. Die erschreckte Geisha wäre froh gewesen, wenn sie hätte davonlaufen können. Man stieß sie aber vor, ließ ihr den Weg und führte sie vor die Preisrichter.

Weriga überreichte ihr mit liebenswürdigem Lächeln den Fächer. Vor Saschas von Angst und Verlegenheit verschleierten Augen blinkte etwas Buntes und Reizendes. Man muß sich bedanken, — ging es ihm durch den Kopf. Er murmelte die gewohnten Höflichkeitsformeln eines gesitteten Jungen.

Die Geisha hockte nieder, sagte ein paar unverständliche Worte, kicherte, hob ihre Fingerchen, — und wieder ertönte ein wüstes Gejohl durch den Saal, es wurde gepfiffen, geschimpft. Alles drängte und stürmte zur Geisha.

„Hock nieder, gemeine Dirne!“ schrie die Aehre wütend und sträubte ihre Stacheln, „hock nieder!“

Die Geisha wollte zur Tür hinaus; man vertrat ihr den Weg. In der Menge, die die Geisha umtoste, hörte man böses Geschrei:

„Sie muß ihre Maske abnehmen!“

„Die Maske herunter!“

„Haltet sie! Fangt sie!“

„Nieder — die Maske!“