„Reißt ihr den Fächer fort!“
Die Aehre schrie:
„Wißt ihr auch, wer den Preis erhalten hat? Die Schauspielerin Kaschtanowa. Sie hat einen fremden Mann abspenstig gemacht, und erhält den Preis! Die rechtschaffenen Frauen bekommen nichts; eine feile Dirne erhält ihn!“
Sie warf sich auf die Geisha, quiekte durchdringend und ballte die mageren Fäustchen. Viele andere folgten ihrem Beispiel, — hauptsächlich ihre Begleiter.
Die Geisha schlug verzweifelt um sich. Es war eine wilde Hetze. Der Fächer wurde ihr entrissen, zerbrochen, auf den Boden geworfen, zerstampft. Wie besessen rannte die Menge — die Geisha mitten darin — durch den Saal; Zuschauer wurden über den Haufen gerannt. Weder Rutiloffs noch die Vorstände konnten bis zur Geisha vordringen. Die Geisha, kräftig und gelenkig, kratzte, biß, kreischte durchdringend. Die Maske hielt sie fest vor dem Gesicht, bald mit der rechten, bald mit der linken Hand.
„Man muß sie alle niederschlagen,“ winselte irgend ein besonders wütendes Dämchen.
Die betrunkene Gruschina versteckte sich hinter den andern, hetzte Wolodin und ihre übrigen Bekannten.
Matschigin hielt sich die blutende Nase mit der Hand, sprang vor und jammerte:
„Direkt mit der Faust in die Nase!“
Ein besonders wütender junger Mensch packte einen Aermel der Geisha mit den Zähnen und riß ihn zur Hälfte entzwei. Die Geisha rief: