„Hilfe! Hilfe!“
Auch die andern zerfetzten ihr Kleid. Hier und da sah man ihren bloßen Körper. Darja und Ludmilla machten verzweifelte Versuche, sich bis zur Geisha durchzudrängen, aber vergeblich. Wolodin hielt mit solchem Feuereifer die Geisha umklammert, — dabei kreischte er und verrenkte die Gliedmaßen, — daß er den andern, die weniger betrunken und weniger erbittert waren, hinderlich wurde: eigentlich strengte er sich gar nicht aus Bosheit an, nur aus Uebermut; er dachte nämlich, das ganze wäre ein gelungener Scherz. Den Aermel vom Kostüm der Geisha hatte er glücklich ganz abgerissen; er wand ihn sich um den Kopf.
„Das kann man brauchen,“ rief er kreischend, schnitt Fratzen und krümmte sich vor Lachen.
Mitten unter den vielen Leuten wurde ihm zu heiß; er sprang zur Seite, gebärdete sich wie ein Toller und mit wildem Geschrei tanzte er, von niemand behindert, auf den Ueberresten des Fächers.
Niemand war da, der ihn zur Vernunft hätte rufen können.
Peredonoff blickte voller Entsetzen auf ihn und dachte:
Er tanzt. Er freut sich über irgend etwas. So wird er auch auf meinem Grabe tanzen.
Endlich gelang es der Geisha, sich loszureißen, — die Männer, die sie umringten, konnten ihren geschickten Fäusten und scharfen Zähnen nicht standhalten. Wie ein Wind fegte sie aus dem Saal.
Im Gang stürzte sich die Aehre wieder auf die Japanerin und zerrte sie am Kleid. Die Geisha riß sich los, aber schon war sie wieder umringt. Die Hetze wurde fortgesetzt.
„Man zaust sie an den Ohren! An den Ohren!“ schrie jemand.