Irgend ein Dämchen hatte die Geisha am Ohr gepackt, zauste sie und ließ ein lautes, triumphierendes Geschrei ertönen. Die Geisha kreischte auf, hieb mit der Faust auf die Arme des bösen Dämchens und riß sich mit Mühe los. Endlich gelang es Bengalskji, der sich unterdessen in seine gewöhnlichen Kleider geworfen hatte, mit Gewalt bis zur Geisha vorzudringen. Er nahm die zitternde Japanerin auf den Arm, schützte sie mit seinem riesigen Körper und mit seinen Fäusten, so gut es gehen wollte, und — die Menge gewandt mit Ellenbogen und Beinen auseinanderschiebend — trug er sie hinaus. Man brüllte:

„Schurke, gemeiner Kerl!“

Man zupfte und schlug auf seinen Rücken ein. Er schrie:

„Ich erlaube es nicht, einer Frau die Maske abzureißen. Tut, was ihr wollt — ich erlaube es nicht.“

So trug er die Geisha durch den ganzen Gang. Der Gang mündete durch eine schmale Tür ins Eßzimmer. Hier gelang es Weriga, für einige Zeit die Nachstürmenden aufzuhalten. Mit der Entschlossenheit eines alten Militärs faßte er vor der Tür Posten, sie mit seinem Rücken deckend und sagte:

„Keinen Schritt weiter, meine Herrschaften.“

Die Gudajewskaja, raschelnd von den Ueberresten ihrer zerzausten Aehren, hüpfte gegen Weriga an, drohte ihm mit ihren Fäustchen und keifte:

„Fort von da! Durchlassen!“

Aber das bitterkalte Gesicht des Generals und seine entschlossenen grauen Augen hielten sie von Tätlichkeiten ab. In blinder Wut schrie sie ihren Mann an:

„Hättest du ihr wenigstens eine Ohrfeige heruntergehauen, — du hast geschlafen, Idiot.“