„Es war unbequem anzukommen,“ verteidigte sich der Indianer und fuchtelte sinnlos mit den Händen, „Pawluschka drehte sich mir immer unter die Arme.“
„In die Zähne hättest du ihr hauen sollen, aufs Ohr; geniertest dich wohl!“ schrie die Gudajewskaja.
Man drängte gegen Weriga. Gemeine Schimpfworte wurden laut. Weriga stand mutig vor der Tür und überredete die Zunächststehenden, ihr unwürdiges Betragen zu lassen.
Der Küchenjunge öffnete hinter Werigas Rücken die Tür und flüsterte:
„Sie sind fortgefahren, Ew. Exzellenz.“
Weriga trat zur Seite. Alles stürmte in das Eßzimmer, von dort in die Küche, — man suchte die Geisha, konnte sie aber nicht finden.
Bengalskji war, die Geisha auf den Armen, durch das Eßzimmer und durch die Küche gelaufen. Sie lag ganz ruhig an seiner Brust und sagte kein Wort. Bengalskji schien es, als hörte er ihr Herz stark schlagen. Ihre nackten Arme waren fest verschlungen; an ihnen bemerkte er einige Kratzwunden und in der Nähe des Ellbogens einen blau-gelben Fleck, der von einem Schlage herrührte.
Mit erregter Stimme rief Bengalskji der sich drängenden Dienerschaft zu:
„Rascher, einen Mantel, einen Schlafrock, ein Laken, irgend etwas — man muß die gnädige Frau retten.“
Irgend jemandes Mantel wurde Sascha über die Schultern geworfen, Bengalskji hüllte ihn notdürftig ein, und fort ging es über die enge Stiege, die spärlich von schwelenden Petroleumlampen erleuchtet war, hinaus auf den Hof, durch ein Pförtchen in eine Nebengasse.