„Demaskieren Sie sich; in der Maske wird man Sie eher erkennen; hier in der Dunkelheit ist es doch einerlei,“ sagte er recht unzusammenhängend, „ich werde es keinem Menschen sagen.“

Er war neugierig. Er wußte genau, daß es nicht die Kaschtanowa war, — aber wer war es denn?

Die Japanerin gehorchte. Bengalskji sah ein unbekanntes, brünettes Gesicht, in dem die Angst einem Ausdruck der Freude, der Gefahr entronnen zu sein, gewichen war. Mutwillige, schon vergnügte Augen blickten ihm entgegen.

„Wie soll ich Ihnen danken!“ sagte die Geisha mit klangvoller Stimme. „Was wäre mit mir geschehen, wenn Sie mich nicht herausgehauen hätten!“

Ein keckes Frauenzimmer, ein interessantes Weibsbild! dachte der Schauspieler, — aber wer ist sie? Offenbar eine Zugereiste, — denn Bengalskji kannte alle Damen der Stadt. Er sagte leise:

„Ich muß Sie so schnell als möglich nach Hause bringen. Nennen Sie mir Ihre Adresse, ich werde eine Droschke rufen.“

Das Gesicht der Japanerin wurde ängstlich.

„Es ist unmöglich! Es ist ganz unmöglich!“ flüsterte sie, „lassen Sie mich, ich finde den Weg allein.“

„Wie wollen Sie denn auf Ihren Bretterchen allein heimfinden, bei diesem schlüpfrigen Wetter; — man muß eine Droschke nehmen,“ entgegnete der Schauspieler fest.

„Nein, ich lauf schon allein; um Gotteswillen, lassen Sie mich,“ flehte die Geisha.