„Ich schwöre bei meiner Ehre, kein Mensch soll es erfahren,“ beteuerte Bengalskji. „Ich kann Sie nicht allein lassen; Sie werden sich erkälten. Ich habe die Verantwortung für Sie übernommen und kann einfach nicht. Sagen Sie schnell! — man könnte auch hier über Sie herfallen. Sie haben doch gesehen, — es sind ganz wilde Leute. Sie sind zu allem fähig.“

Die Geisha zitterte. Plötzlich stürzten ihr die Tränen aus den Augen.

„Furchtbar, furchtbar böse Menschen!“ sagte sie schluchzend. „Bringen Sie mich einstweilen zu Rutiloffs; ich werde bei ihnen übernachten.“

Bengalskji rief eine Droschke. Man setzte sich ein und fuhr davon. Der Schauspieler betrachtete genauer das bräunliche Gesicht der Geisha. Ein flüchtiger Gedanke blitzte in ihm auf.

Er erinnerte sich an den Stadtklatsch über die Rutiloffschen Damen, über Ludmilla und ihren Gymnasiasten.

„Oho, du bist ja ein Bengel!“ sagte er flüsternd, damit der Kutscher es nicht hören sollte.

„Um Gotteswillen,“ flehte Sascha kreidebleich.

Und seine bräunlichen Arme streckten sich unter dem nachlässig umgeworfenen Mantel mit flehentlicher Gebärde Bengalskji entgegen.

Dieser lachte leise und sagte immer noch flüsternd:

„Hab’ keine Angst, ich sag’s keinem. Meine Sache ist nur — dich in Sicherheit zu bringen, und weiter weiß ich von nichts. Allein, du bist ein ganz verzweifelter Bengel. Wird man zu Hause nichts erfahren?“