„Zum Zerquetschen und zum Fortwerfen, das ist die ganze Warwara. Sie — und meine Schwestern! Lieber Freund, das ist ein gewaltiger Unterschied. Fesche Mädels durch und durch, — gleichviel welche von den dreien, schlafen wird dich keine lassen. Dabei jung, sogar die älteste ist dreimal jünger als deine Warwara.“
Das alles sagte Rutiloff, seiner Art nach, schnell und fröhlich, lächelnd; — er machte einen schwindsüchtigen Eindruck: so hochaufgeschossen, schmalbrüstig, zerbrechlich, wie er war und unter seinem neumodischen Hute starrte fast traurig dünnes, kurzgeschorenes Blondhaar hervor.
„Ach geh doch, dreimal jünger ...“ sagte Peredonoff teilnahmlos. Er nahm seine goldene Brille ab und wischte an den Gläsern.
„Freilich ist es so,“ sagte Rutiloff lebhaft. „Sieh nur zu und schlaf nicht, solange ich noch lebe, sonst — du weißt, sie haben auch ihre Ehre, — dann wirst du später wollen, nur zu spät. Allerdings weiß ich, daß jede von ihnen dich mit größtem Vergnügen heiraten würde.“
„Ja, hier verlieben sich alle in mich,“ prahlte Peredonoff.
„Nun sieh mal, ergreife den Augenblick,“ überredete Rutiloff.
„Mir kommt es vor allem auf eines an: sie darf nicht mager sein,“ sagte Peredonoff mit einem leisen Ton von Schwermut, „ich möchte eine dickere.“
„Da kannst du ruhig sein,“ sagte Rutiloff eifrig. „Sie sind schon jetzt ziemlich rundlich. Haben sie noch nicht den nötigen Umfang, so ist das gewiß nur zeitweilig. Wenn sie heiraten, gehen sie alle in die Breite. Zum Beispiel die älteste: Larissa, du weißt ja, sie ist dick wie ein gemästeter Karpfen.“
„Ich würde ja heiraten,“ sagte Peredonoff, „ich bin nur bange vor dem großen Skandal, den Warja inszenieren könnte.“
„Du fürchtest einen Skandal? Dann mach es so,“ und Rutiloff lächelte listig, „heirate gleich, heute noch, oder morgen: dann kommst du nach Hause mit deiner jungen Frau, — es ist so einfach. Nein — wirklich, — willst du, ich werde alles Nötige besorgen, zu morgen Abend, meinetwegen? Welche willst du haben?“