Zwischen den fröhlichen Gesichtern der beiden Schwestern zeigte sich für einen Augenblick Valeries kapriziöses, schmales Gesichtchen, und ein feines Stimmchen rief:
„Ich werde auf keinen Fall sagen, was ich Ihnen geben will, Sie müssen es erraten.“
Die Schwestern liefen lachend davon. Ihre Stimmen und ihr Lachen verklang hinter der Tür. Peredonoff hatte sich abgewandt. Er war nicht ganz zufrieden. Er dachte: da haben sie irgendwas geschwatzt und sind fortgegangen. Hätten sie doch lieber Zettelchen gebracht. Aber dieses Stehen und Warten dauerte zu lange.
„Hast du sie dir angesehen?“ fragte Rutiloff, „welche willst du haben?“
Peredonoff dachte nach. Natürlich, — entschloß er sich endlich, — nehme ich die Jüngste. Warum hätte er auch eine Alte heiraten sollen.
„Führ Valerie her,“ sagte er bestimmt. Rutiloff ging ins Haus und Peredonoff begab sich wieder auf den Hof.
Ludmilla spähte verstohlen durchs Fenster, um zu horchen, was sie sprachen, aber sie konnte nichts hören. Jetzt tönten Schritte auf dem Hof. Die Schwestern wurden ganz still und saßen aufgeregt und verlegen da. Rutiloff trat ein und verkündete:
„Er wünscht Valerie. Er wartet an der Pforte.“
Die Schwestern jubelten und lachten. Valerie wurde ein wenig blaß.
„Das ist gut, das ist gut,“ wiederholte sie, „ich will ihn schon gerne nehmen, ich brauche so einen Mann.“