Die andern lachten mitleidig. Wolodin zwinkerte mit den Augen, runzelte die Stirn und erklärte:
„Wenn Ihre Ohren faulen, so muß man sie abreißen, sonst wäre es ja komisch, wenn sie verfaulen und hin und her schlenkern.“
Wolodin zeigte mit den Händen, wie die verfaulten Ohren hin und her schlenkern würden. Die Gruschina schrie ihn an:
„Sie schwatzen alles nach! Was eigenes wissen Sie nicht zu sagen.“
Wolodin fühlte sich gekränkt und entgegnete mit Würde:
„Ich kann wohl, wenn ich nur will, Marja Ossipowna, da wir aber dabei sind, uns in größerer Gesellschaft angenehm zu unterhalten, so sehe ich keinen Grund, warum ich nicht dem Scherze eines anderen beipflichten sollte. Sollte Ihnen das nicht passen, so tun Sie, was Sie wollen. Wie Sie uns begegnen, so begegnen wir Ihnen.“
„So ist es recht, Pawel Wassiljewitsch,“ ermunterte ihn lachend Rutiloff.
„Pawel Wassiljewitsch steht immer seinen Mann,“ sagte die Prepolowenskaja und lächelte spöttisch.
Warwara hatte ein Stück Brot geschnitten und behielt das Messer in der Hand, während sie auf Wolodins scherzhafte Bemerkungen horchte. Die Messerklinge funkelte. Peredonoff lief es kalt über den Rücken, — wie, wenn sie ihn plötzlich niederstoßen würde. Er rief:
„Warwara, leg das Messer fort!“