„Denken Sie nicht, ich hätte Sie damit gemeint. Ich weiß, daß Sie eine vorzügliche Hausfrau abgeben.“
„Alle Polinnen sind gute Hausfrauen,“ entgegnete Martha.
„Na ja,“ antwortete Peredonoff, „von außen sehen sie sauber aus, aber ihre Unterröcke sind dreckig. Dafür haben sie auch einen Mizkewizsch gehabt. Ich schätze ihn höher als Puschkin. Ich habe ein Porträt an der Wand hängen; erst hing der Puschkin da, jetzt habe ich ihn ins Klosett gehängt, — er war ein simpler Hoflakai.“
„Sie sind doch ein Russe,“ sagte Wladja, „wozu brauchen Sie unsern Mizkewizsch. Puschkin schreibt wunderschön und Mizkewizsch auch.“
„Mizkewizsch steht höher,“ wiederholte Peredonoff. „Die Russen sind Dummköpfe. Nur die Teemaschine haben sie erfunden, weiter nichts.“
Peredonoff blickte auf Martha, kniff die Augen zusammen und sagte:
„Sie haben viele Sommersprossen. Das ist nicht hübsch.“
„Dafür kann ich nichts,“ flüsterte Martha lächelnd.
„Ich habe auch Sommersprossen,“ sagte Wladja und kehrte sich auf seinem engen Sitz um, wobei er den schweigsamen Ignaz anstieß.
„Sie sind ein Junge,“ sagte Peredonoff, „da macht es nichts. Ein Mann braucht nicht hübsch zu sein. Ihnen hingegen,“ er wandte sich zu Martha, „schadet es. Niemand wird Sie heiraten wollen. Sie müssen Ihr Gesicht mit Gurkensaft waschen.“