99) K., 232/3. [Ao. 1393.] In diessen Zeiten hette Margareta, die Khonigin von Denemarcken mit Hertzog Albrechte von Mekelburgk, der Khonig zu Schweden was, Krieg. Deshalben weren viel Auslieger und Rewber in der Sehe. Dieselbigen benhamen viel burger vom Sunde, die doch mit der Vehd nicht zu thun hetten. Darum rusteten sie ein gross Schiff und schicktens widder die Ausleger. So betruffen sie die Ausleger und fillen sie an und schlugen sie und fingen ein gross Schiff vul der Ausleger und fhureten sie in die Stat. Und weren der Gefangen so viel, das man nicht gefencknus genug darzu hette. So lereten sie von den Gefangen selbst, wie man im thun solte, als das man eine Tunne nheme und einen Boddem ausschluge und durch den andern Boddem ein Loch machete, so groß, das ein Mensch den Kopff dadurch bringen mochte. Dieselbige Tunne stulpet man dem Gefangen uber den Kopff und macht unter durch die Tunnenstebe zwe Loecher, dadurch steckt man ein Holtz, das es dem Gefangen zwuschen die Beine durchgehet und schleusset aussenwendig durch das Holtz ein Sloß. Also mus einer in der Tunnen zusamen gedruckt und gezwungen sitzen, das er den Kopff oben aus halte, und khan sich gar nichts darin berüren; so er auch mit der Tunnen umbfolt, khan er sich nicht widder auffhelfen, sonder wo er lange so lege, so solte ime der Hals wol am scherffen Boddem abreiben. In solliche Gefencknus setzten die Sundischen die Serawber und liessen sie darnach alle kopffen.
100) K., 330. [Ao. 1479.] Darauff hat Hertzog Wartislaff... ime das Seel umbn Hals gethan und ine auff einen Klopper gesatzt und das Seel lassen an einen Bawm khnüpffen und den Klepper anhawen, das er unter ime wegkgelauffen ist.
101) K., 337. [c. 1480.] Herzog Bugslaff von Pommern läßt einen Arzt, der mit seiner Gemahlin »in Khuntschafft gekommen, greiffen und in einen Sack stechen und in die Oder werffen.« [Im Ms. ist die Strafangabe dann korrigiert in: »Zue Ukermunde auff dem Schloß im Gefengnus Hungers sterben.«] [Vergl.Nr. 17;57;63;111;115.]
Kriegsaltertümer.
102) K., 138. Kriegk und Jagt, welche dan, wie man sagt, Schwester-Kinder seint.
103) K., 113. Ein schoner Rawm und Platz, da man wol Herschawung thun khonte. Da sie nun daran khemen, do stunden die Karentzer und der Adel gerustet da, bey den sieben tawsent Mennern, und hetten ire Spiesse in die Erden vor sich niddergesteckt. [Vergl.Nr. 5;7;18;132;134.]
104) K., 227. Anm. 2. Eodem anno [1380] sollen die Buchssen erfunden sein.
105) P. II., 411/2. In vorzeiten haben sie [die Pommern] nur leichte pferde vnd rüstung geprawcht wie die Francken; jtzt aber haben sie schwere frische geule vnd gantze kuͤritzer, mehr zum standt wan auff die flucht geruͤstet, fhuͤren reimspieße, kurtze breite Schwerter vnd stridthammer. Das fusvolck hat nhur einen pantzer, oder ruggen vnd krebs, vnd eine packenetlein, fhuͤren zum merenteil rewtling, helparten, vnd schweinspieße, ist auffm wasser zum besten gevbet.
106) K., 310. In disser Belagerung [Ao. 1468] war zu Ukermund auffm Schloß ein schwartz Augustiner Münnich, der tette viel Schadens mit Schiessen. Dan er khonte schwartze Kunst, das er gemeinlich das treffete, was er wolte, wiewol es ime in allen nicht gluckte. Deshalben do er auch ein mall auff des Marggrafen [von Brandenburg] Gezelt zilete und der Marggraf aß, schoß er ime den Tisch und die Schusseln vorm Mawl wegk, welchs dan den Marggrafen nicht weinig erschreckte.
107) K., 106. [Ao. 1168.] Die Lenge liessen sie viel Holtzes zu Leytern, Schantzen und anderm Zewge, das man in der Belagerung und zum Storm bedorffet, zusamen bringen. Und als die Zimerlewt daruber arbeiteten und sich die zeit etwes verzog, ehe es alles fertig wurt.... [Vergl.Nr. 24;31;49.]