Eine Komödie Menanders
Ἑαυτὸν τιμωρούμενος
kam auf uns durch des Terenz Komödie
Heautontimorumenos,
"Der Selbstpeiniger".
Die nach Diogenes Laërtius (VII, 1 n. 19, 23) von dem Stoiker Zeno (geb. 340 v. Chr.) aufgestellte (von Porphyrius im "Leben des Pythagoras" aber auf diesen zurückgeführte, in Plutarchs Schrift "Die Menge der Freunde" und in dem Pseudo-Aristotelischen Buch "Magna Moralia" II, 15 citierte) Definition des Freundes "Ἄλλος ἐγώ" wenden wir an in der lateinischen und deutschen Form:
Alter ego,
Ein zweites Ich.
Bei Cicero findet sich "me alterum" "ad. fam." 7, 5, 1; "ad Attic." 3, 15, 4; 4, 1, 7; "Alterum me" "ad fam." 2, 15, 4; "verus amicus est tanquam alter idem" "de amic." 21, 80; bei Ausonius "alter ego" praef. 2, 42 (4. Jahrh. n. Chr.). Der griechische Romanschreiber Eustathius [6. Jahrh.? 12. Jahrh.?] sagt dreist von sich: "Ein zweites Ich; denn also bezeichne ich den Freund". Hercher "Erotici Graeci" 2, p. 164, 25; vrgl. 165, 18. Späterhin nahm "Alter ego" die Bedeutung eines Stellvertreters der souveränen Gewalt an.—