[76] Davon glaub' ich Nichts.
[77] glaub' ich.
[78] "Ich erlaube es nicht", Worte, mit denen jedes polnische Reichstagsmitglied einen Beschluss verhindern konnte.
Wir nennen einen Aufschneider und seine Aufschneidereien einen
Münchhausen und Münchhausiaden.
Freiherr Karl Friedrich Hieronymus von Münchhausen, auf Bodenwerder bei Hannover (1720-97) hatte sich durch die Erzählung unglaublicher Abenteuer, die er selbst erlebt haben wollte, einen Namen gemacht, so dass bereits im "Vademecum für lustige Leute" T. 8 (Berl. 1781, S. 92, No. 175) sechzehn "M—h—s—nsche Geschichten", und Teil 9 (1783. S. 76, No. 166) "Noch 2 M—Lügen" vorkommen. Auch gab er Veranlassung zu dem 1785 in London erschienenen, vom Professor Raspe in englischer Sprache verfassten Buche: "Baron Münchhausens Erzählung seiner wundersamen Reisen und Campagnen in Russland", das Bürger ins Deutsche übertrug. (Raspe war nach "the Gentleman's Magazine for January 1856", S. 2, storekeeper at Dolcoath Mine, in Cornwall und schrieb hier das Buch.) Immermanns humoristischer Eoman "Münchhausen" erschien 1838-39.—
Das Wort Friedrichs des Grossen (reg. 1740-86):
Gazetten müssen nicht geniert werden
ist einem Briefe des Kabinetsministers Grafen Podewils vom 5. Juni 1740 an Minister von Thulmeyer entlehnt, welchem darin der Wille des Königs mitgeteilt wird, dem Redakteur der Berliner Zeitung unbeschränkte Freiheit zu lassen, in dem Artikel "Berlin" von demjenigen, "was anitzo hier vorgeht", zu schreiben, was er will, ohne dass er censiert werde. "Ich nahm mir zwar die Freiheit", fährt Podewils fort, "darauf zu regerieren, dass der ***sche Hof über dieses Sujet sehr pointilleux sei. Se. Majestät erwiderten aber, dass Gazetten, wenn sie interessant sein sollten, nicht geniert werden müssten" (J. D. E. Preuss, "Friedrich der Grosse. Eine Lebensgeschichte". B. 3, S. 251).—