Klopstock (1724-1803) singt wiederholt in seiner Ode "der Zürchersee" (1750), Dichterunsterblichkeit sei
des Schweisses der Edlen wert.— Saat, von Gott gesäet, dem Tage der Garben zu reifen,
was Klopstock 1758 auf seiner Meta Grab in Ottensen bei Altona setzen liess, was seine zweite Gattin 1803 ihm auf's Grab setzte, und womit Rückert sein Gedicht "Die Gräber zu Ottensen" schliesst, ist der 845. Vers des 11. Gesangs des "Messias" (1768). Klopstock lehnt sich hier an Vers 5 und 6 des 125. Psalms an: "Die mit Thränen säen, werden mit Freuden ernten. Sie gehen hin und weinen und tragen edlen Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben".—
Immanuel Kant s (1724-1804)
kategorischer Imperativ
kommt zuerst in seiner 1785 zu Riga herausgegebenen "Grundlegung der Metaphysik der Sitten" vor, wo es im zweiten Abschnitt heisst: "Alle Imperativen gebieten entweder hypothetisch oder categorisch. Jene stellen die praktische Notwendigkeit einer möglichen Handlung als Mittel zu etwas Anderem was man will (oder doch möglich ist, dass man es wolle) zu gelangen vor. Der categorische Imperativ wird der sein, welcher diese Handlung als für sich selbst, ohne Beziehung auf einen andern Zweck, als objektiv notwendig vorstellt". Weiterhin sagt Kant: "Dieser Imperativ mag der der Sittlichkeit heissen".—
Karl Wilhelm Ramler s (1725-98) Ode: "Der Triumph", worin er Friedrich den Grossen feierte, beginnt:
Schäme dich, Kamill,
(Dass du mit vier Sonnenpferden
In das errettete Rom zogst),