weil der König am 30. März 1763 nach dem Friedensschlusse dem festlichen Empfange der Berliner aus dem Wege gegangen war.—

Ja, Bauer! das ist ganz was Anders,

steht in Ramlers "Fabellese" (Berlin 1783-90), 1, 45 in der Fabel "Der Junker und der Bauer", einer Umschmelzung der Fabel Michael Richeys, welche in dessen "Deutschen Gedichten" (herausg. von Gottfried Schütz in Hamburg von 1764-66) im 1. Bande unter dem Titel "Duo quum faciunt idem, non est idem" (Wenn zwei dasselbe thun, ist's nicht dasselbe) die einhundertneunzehnte Nummer der 4. Abt. "Sinn- und Scherzgedichte" ist, und wo der entsprechende Vers lautet:

Ja, Bauer, das ist ganz ein anders!

Die dort erzählte Geschichte ist alt.[21]

[21] Halliwell "Dictionary of archaic and provincial words", Lond. 1844-1845, führt die alte sprichwörtliche Redensart "The case is altered, quoth Plowden" (der Fall ist ein anderer, sprach Plowden) auf diesen ausgezeichneten Juristen zur Zeit der Königin Maria von England (1553-58) zurück. In "Tales and quicke Answeres", (o. J. um 1535) wird sie von einem Bauer in Seeland erzählt; (Shakespeare Jest-Boocks. W. Carew Hazlitt. Lond. 1860. Vol. I. 2. Abt. S. 134, No. 121); auch Erasmus in "Ecclesiastae sive de ratione concionandi" (2. Ausg., 1536, S. 454) nennt sie eine Seeländische Geschichte. Nach "Luthers Tischreden", Eisleben, 1566, S. 612 erzählte sie Luther 1546. Dort heisst es: "Da sprach der Schultes: 'War's meine Kuh? Das ist ein ander Ding'". In " Bidermanni ex societate Jesu Acroamatum libri 3" wird in 3, 1, 13 sprichwörtlich "die Kuh des Praetor" angeführt. Eine andere Geschichte, in der einem Bauer doppeltes Recht, das zweite Mal mit den Worten: "Mein Bauer, das wär ein anders" in Aussicht gestellt wird, erzählt Grimmelshausen im "Wunderbarlichen Vogelnest", 1, 6 (1672); er wiederholt sie im "Deutschen Michel", 8.

Ach, wie ist's möglich dann,

Dass ich dich lassen kann

ist der Anfang eines um 1750-1780 entstandenen Volksliedes. ("Deutscher Liederhort" von Erk und Böhme, 1893, No. 548.) Zur ersten Strophe sind zwei hinzugedichtet; diese drei bilden den jetzt üblichen Text, den Georg Scherer ("Volkslieder", 1868, No. 40) mitteilt. Der neue Text ist komponiert von Moritz Ernemann: "Acht Lieder. Berlin 1825"; darin steht unter dem Texte: Hel. (mina) v. Chézy (1783-1856).

Die jetzt übliche Melodie hat Friedrich Kücken (geb. 1810, † 1882) komponiert. Die "Gartenlaube" machte Louis Böhmer († 1860) zum Dichter und Komponisten des Liedes, was Hoffmann von Fallersleben "Unsere volkstümlichen Lieder", 3. Aufl., Leipzig 1869, S. 159 eine Schrulle nennt. Erk schrieb darüber an Büchmann: "Der Bummelante Böhner kann nichts dazu, dass ihm unverständige Leute die Melodie zugeschrieben haben".—