Der erste Vers aus Schillers Romanze "Der Jüngling am Bache", welche in dem am 12. Okt. 1803 in Weimar aufgeführten und 1806 erschienenen "Parasiten" 4, 4 eingeflochten ist, lautet:
An der Quelle sass der Knabe.
Der "Parasit" ist von Schiller aus Picards "Médiocre et Rampant ou le moyen de parvenir" (1797) weniger übersetzt als übertragen; die Schillersche Romanze hat mit der Picards nur die Stimmung gemein, so dass obiges Citat durchaus Schiller angehört, während jedoch der Schluss der Romanze:
Raum ist in der kleinsten Hütte
Für ein glücklich liebend Paar
seine Entstehung wohl einer Reminiscenz verdankt. Nämlich in Wielands "Musarion" (1768), Bd. 1, stottert Fanias: "Gewiss sehr viel Ehre! Allein mein Haus ist klein"; worauf die Schöne versetzt: "Und wenn es kleiner wäre, für eine Freundin hat die kleinste Hütte Raum" und in J. A. Leisewitzens "Julius von Tarent" (1776) 2, 3 ruft Bianca: "Diese Hütte ist klein; Raum genug zu einer Umarmung.—Dies Feldchen ist enge—Raum genug für Küchenkräuter und zwei Gräber; und dann, Julius, die Ewigkeit;—Raum genug für die Liebe!"—
Aus Schillers Ballade "Der Graf von Habsburg" ("Taschenbuch für Damen auf das Jahr 1804", Tübingen, Cotta) stammt:
die kaiserlose, die schreckliche Zeit!
aus dem "Siegesfest" (ebenda):
Von des Lebens Gütern allen