(Zwischen zwei gleich entfernten und gleich anlockenden Speisen würde der Mensch eher sterben, als dass er bei Willensfreiheit eine von ihnen an die Zähne brächte.) Ja, es findet sich schon im Aristoteles 'über den Himmel', 2, 13 mit diesen Worten: 'Ebenso was über einen heftig Hungernden und Dürstenden gesagt wird, wenn er gleich weit von Speise und Trank absteht, denn auch dieser muss in Ruhe verharren'. Buridan, der aus diesen Quellen das Beispiel überkommen hatte, vertauschte den Menschen gegen einen Esel, bloss weil es die Gewohnheit dieses dürftigen Scholastikers ist, zu seinen Beispielen entweder Sokrates oder Plato oder asinum zu nehmen".—

( Mais ) où sont les neiges d'antan? Wo ist der Schnee des verflossenen Jahres?

ist der Kehrreim der "Ballade des Dames du temps jadis" François Villon s (1431-61), in der er die Vergänglichkeit aller weiblichen Schönheit des Leibes und der Seele besingt.—

L'appétit vient en mangeant Je mehr man hat, je mehr man will,

eigentlich: "Die Esslust kommt beim Essen", steht in des François Rabelais (1483-1553) "Gargantua", Kap. 5. Das im "Leben des Gargantua und Pantagruel" vorkommende und seitdem für Nachäfferei angewendete

Les moutons de Panurge Die Schafe des Panurge

findet seine Erklärung darin, dass in der Erzählung Panurge einem eine Herde Schafe mit sich führenden Viehhändler, der sich auf demselben Schiff befindet, ein Schaf abkauft und es über Bord wirft, worauf alsdann die ganze Herde nachspringt.

Horror vacui Grauen vor dem Leeren

lässt sich auf "Gargantua et Pantagruel" 1, 5: "Natura abhorret vacuum" zurückführen.

Deficiente pecu, deficit omne, nia (Mangelt im Beutel die Bar — mangelt's an Jeglichem, — schaft,)