Derselbe Gedanke findet sich bereits in des Boëtius († 524 oder 526 n. Chr.) "Tröstung der Philosophie", 2, 4, welche Schrift Dante gern las: "In omni adversitate fortunae infelicissimum genus infortunii est fuisse felicem", "Bei aller Schicksalstücke ist Glücklichgewesensein die unseligste Unglücksart".—
Rodomonte, wovon man
Rodomontade
ableitete, ist der Name eines heidnischen Helden in Lodovico Ariosto s (1474-1533) "Rasendem Roland" (ersch. 1515). Er ist dem des "Rodamonte" (Bergzertrümmerer) in Bojardos "Verliebtem Roland" (ersch. 1495) sinnzerstörend nachgebildet.—
Furia Francese französischer Ungestüm
erscheint zuerst bei Antonius de Arena († 1544) "Ad compagnones", S. 11 und entstand wohl aus dem
furor teutonicus deutscher Ungestüm
bei Lucanus († 65 v. Chr.) "Pharsalia", 1, 255. 256. Auch Petrarca († 1374), Canzone 5, v. 53 spricht von "tedesco furor".—
Se non è vero, è ( molto ) ben trovato (Wenn es nicht wahr ist, ist es sehr gut erfunden)
steht in Giordano Bruno s (1550-1600) "Gli eroici furori" (Paris 1585, 2. T., 3. Dialog, vrgl. "Opere di Giordano Bruno", hrsg. von Ad. Wagner, Leipz. 1830, Bd. 1, S. 415). Doch gab hiermit Bruno nur einer schon vor ihm üblichen Wendung die knappere Form (s. Fumagalli "Chi l'ha detto?" 1895. S. 349).—