Aus Ciceros Rede "pro Milone" 4, 10 ist bekannt:

Silent leges inter arma. Im Waffenlärm schweigen die Gesetze.

Lucanus ahmt diese Worte ("Pharsalia" I, 277) also nach: "Leges bello siluere coactae".—

Die altrömische Formel des Richters, der nicht entscheiden kann, ob Schuld oder Unschuld vorliegt, das

Non liquet

citieren wir aus Cicero "pro Cluentio" 28, 76 (vrgl. Gellius 14, 2. g. E. und das "liquet" bei Cicero "Caecin." 10; Quintilian "Instit." 3, 6, 12): "Deinde homines sapientes, et ex vetere illa disciplina iudiciorum, qui neque absolvere hominem nocentissimum possent, neque eum, de quo esset orta suspicio, pecunia oppugnatum, re illa incognita, primo condemnare vellent, non liquere dixerunt." Darauf gaben einsichtige Männer von der alten Schule der Geschwornengerichte, die weder solchen Verbrecher freisprechen konnten, noch ihn, gegen Den, wie man munkelte, mit Bestechung der Richter vorgegangen war, vor Untersuchung dieser Sache im ersten Termin verurteilen wollten, folgenden Spruch ab: es ist nicht aufgeklärt."—

Weil Cicero seine Reden gegen Antonius im Vergleich mit den gewaltigen Reden des Demosthenes gegen Philipp von Macedonien "Philippische" nannte, so nennt man noch heute jede Donnerrede eine

Philippika.—

Der Titel der Cicero nischen Rede "de domo sua" ist in der älteren Lesart

pro domo für das eigene Haus