Der Dritte im Bunde und im Bunde der Dritte.—

Alexanders des Grossen (reg. 336-323) Ausspruch

Wenn ich nicht Alexander wäre, möchte ich wohl Diogenes sein

bringt Diogenes Laërtius VI, 2 n. 6, 32. Plutarch führt ihn an vielen Stellen (z. B. "Alexander", 14, und "Über das Glück Alexanders des Grossen") stets in der Form an: "Wenn ich nicht Alexander wäre, so würde ich Diogenes sein".—

Ein gewisser Medius (um 330 v. Chr.) tritt bei Plutarch ("Über den Schmeichler und den Freund" c. 24) als Chorführer der Schmeichler im Gefolge Alexanders des Grossen auf und erteilt den Rat: ("θαῤῥοῦντας ἅπτεσθαι καὶ δάκνειν ταῖς διαβολαῖς, διδάσκων ὅτι κἂν θεραπεύσῃ τὸ ἕλκος ὁ δεδηγμένος, ἡ οὐλὴ μένει τῆς διαβολῆς") "kühn mit Verleumdungen zu packen und zu beissen, damit, wenn auch des Gebissenen Wunde heilt, doch die Narbe der Verleumdung bleibe". Hieraus ist das Wort entlehnt, das schon bei F. Bacon (1605. "De dignit. et augment. scient". B. 8. c. 2. Parab. 34) als sprichwörtlich bezeichnet wird:

Audacter calumniare, semper aliquid haeret.

Joh. Olorinus (1609. "Ethogr. Mundi" 9. Regel) citiert es so:

Calumniare audacter, semper aliquid haeret, Nur kühn verleumden! Etwas bleibt immer haften.

Auch wird (z. B. von Goethe "Dicht. u. Wahrh." B. 10) allein angeführt:

Immer bleibt etwas hängen!