mit dem er seinen bei Zela (2. Aug. 47 v. Chr.) schnell errungenen Sieg brieflich dem Freunde Amintius in Rom anzeigte, überliefert Plutarch in seinen "Aussprüchen von Königen und Feldherren" (s. auch Plutarch "Cäsar", 50, Seneca "Suasoriae" II, § 22, Bursian, Cassius Dio 42, 48, Polyaenus "Strat." 1, 30). Nach Sueton ("Cäsar", 37) prangten diese Worte als Inschrift auf einer bei Cäsars pontischem Triumphzuge einhergetragenen Tafel.—

Es wird bestritten, dass Julius Cäsar († 44 v. Chr.) bei seiner Ermordung mit dem Ausrufe:

Auch Du, mein Brutus!

zu Boden gesunken sei, mit dem Shakespeare ("Julius Cäsar" 3, 1) ihn sterben lässt, und der in Schillers "Räubern" (4, 5 im Römergesang, Strophe 4) benutzt ist. Sueton ("Julius Cäsar", K. 82) teilt mit, dass er bei der ersten Wunde ein einziges Mal aufgeseufzt, aber kein Wort geäussert habe. Freilich fügt er hinzu, dass Einige erzählen, er habe dem auf ihn eindringenden Brutus auf griechisch zugerufen: "Auch du gehörst zu Jenen? auch du, mein Kind?" (καὶ σύ τέκνον). Cassius Dio 44, 19, erzählt, Cäsar hätte wegen der Menge der auf ihn Eindringenden Nichts sagen noch thun können, sondern habe sich verhüllt und sei durch viele Wunden ermordet worden. Er fügt hinzu: "Das ist am verbürgtesten. Doch damals sagten schon Einige, dass er zum Brutus, der heftig auf ihn losstiess, sprach: Auch du, mein Kind?" Es wird auch kurzweg gesagt:

Tu quoque? Auch Du?—

Sueton ("Leben des Augustus", 87), erzählt, dass Kaiser Augustus (reg. 31 v.-14 n. Chr.) im täglichen Leben gewisse Worte oft wiederholt, z. B. von faulen Schuldnern häufig gesagt habe, sie würden

ad Calendas graecas, an den griechischen Kalenden,

d. h. am Nimmermehrstage, bezahlen. Denn "Calendae" hiess im römischen Kalender der erste Tag jedes Monats ein Zahlungstermin der Römer, während die Griechen keine solche "Kalenden" hatten.—

Σπεῦδε βραδέως, Festina lente. Eile mit Weile,

führte Augustus auch oft im Munde, (vrgl. Sueton "Leben d. Aug.", 25 u. Polyaenus "Strateg." 8, 24.) Sophokles ("Antigone", v. 231) bringt schon einen ähnlichen Gedanken.—