hat von Bismarck nicht gesagt. Er äusserte in der 46. Plenarsitzung der zweiten Kammer vom 20. März 1852 in Erwiderung gegen den Abgeordneten Harkort:

"Wenn der Herr Abgeordnete auch die Äusserung hier wiederholt hat, dass die Regierung dem Volke misstraue, so kann ich ihm sagen, dass auch ich allerdings der Bevölkerung der grossen Städte misstraue, so lange sie sich von ehrgeizigen und lügenhaften Demagogen leiten lässt, dass ich aber dort das wahre preussische Volk nicht finde. Letzteres wird vielmehr, wenn die grossen Städte sich wieder einmal erheben sollten, sie zum Gehorsam zu bringen wissen, und sollte es sie vom Erdboden tilgen ".—

von Bismarck schrieb 1853 (ohne Datum) seiner Schwester vom Frankfurter Bundestage: "Ich gewöhne mich daran, im Gefühle gähnender Unschuld alle Symptome von Kälte zu ertragen und die Stimmung

gänzliche ( r ) Wurschtigkeit

in mir vorherrschend werden zu lassen, nachdem ich den Bund allmählich mit Erfolg zum Bewusstsein des durchbohrenden Gefühls seines Nichts zu bringen nicht unerheblich beigetragen zu haben mir schmeicheln darf" (L. Hahn: "Fürst Bismarck", Berl. 1878, I, S. 45).—

Heinrich Leo s (1799-1878) Kraftausdruck:

Skrophuloses Gesindel!

steht im Geschichtlichen Monatsbericht vom Juni, "Volksblatt für Stadt und Land", 1853, No. 61, wo es heisst:

"Gott erlöse uns von der europäischen Völkerfäulnis und schenke uns einen frischen, fröhlichen Krieg, der Europa durchtobt, die Bevölkerung sichtet und das skrophulose Gesindel zertritt, was jetzt den Raum zu eng macht, um noch ein ordentliches Menschenleben in der Stickluft führen zu können".

Der frische fröhliche Krieg