Da unterbrach er sich.

Mit blöden, blutunterlaufenen Augen blickte er hinunter und dann auf die Beisitzer.

»So, so, ach – so –« stammelte er dann.

Ein Zucken ging durch seinen Körper. Schwer liess er sich in den Sessel fallen.

Aber die Besinnung war ihm zu spät gekommen. Die Sitzung wurde vertagt, und wenige Tage darauf war Ernst Alexander Johnson aus dem Richterstande entfernt. – –

Wochen, Monate und Jahre vergingen. Der Amtsrichter a. D. war ein stadtbekannter Trunkenbold geworden.

Als ihm niemand mehr Kredit gab, fing er an, seine ganze Habe zu verkaufen. Ein Stück nach dem andern wanderte zum Trödler.

Eines Abends sass er in seiner leeren, unfreundlichen Wohnung, aus der selbst die Wandbilder schon lange zu Geld gemacht worden waren, und zerbrach sich den Kopf, was er noch verkaufen könnte. Aber nichts fiel ihm ein. Ein Tisch und einige Stühle bildeten ausser einem kleinen Wäscheschrank sein gesamtes Mobiliar. Verkäufliches war aber nur noch in der letzten Schublade des Schrankes, und vor der hatte er eine heilige Scheu.

Endlich entschloss er sich doch, das Fach zu öffnen, und zitternd und scheu, wie ein Dieb, sah er hinein. Da lag alles noch so wie vor Jahren: die Häubchen und die Jäckchen, die Windeln und das spitzenbesetzte Taufkleidchen. Es war in zwei grössere Abteilungen gesondert, die mit blauseidenen Bändern umwickelt waren. Daneben lagen noch einige Untersachen seiner Frau.

Das Herz schlug ihm bis zum Halse hinauf, als er diese letzten äusserlichen Erinnerungen an so viel Glück und Hoffnung vor sich sah.