Er kämpfte innerlich. Dann aber griff er doch, während die Schamröte ihm bis in die Stirn stieg, die Pakete heraus.
In der Nähe seiner Wohnung befand sich eine kleine Branntweinschenke, in der wandernde Burschen, verkommene Handwerker und der Amtsrichter a. D. verkehrten. Der Wirt war ein gefälliger Mann und nahm ebenso gern Kleidungsstücke und andere Sachen in Zahlung, als bares Geld. Zu dem begab er sich.
Er bestellte einen Schnaps und ein Käsebrot. Der Besitzer des Lokals, ein dicker, aufgedunsener Riese, der auf einem Auge blind war, musterte ihn misstrauisch. Er brachte das Verlangte erst, als er das Bündel sah, das Ernst Alexander neben sich gelegt hatte.
An den Nachbartischen, die klebrig waren und wie das ganze Lokal nach vergossenen Getränken rochen, sassen mehrere junge Leute. Als es ans Zahlen kam, musste er das Paket öffnen. Wie die Jäckchen und Windeln zum Vorschein kamen, erscholl ein rohes Gelächter.
»Von wo haben Sie das denn?« fragte der Wirt verdutzt.
»Von meinem Kinde.«
»Haben Sie denn ein Kind?«
Ernst Alexander biss die Zähne zusammen.
»Es ist tot,« sagte er finster. »Sonst säss’ ich nicht hier.«
Der Wirt schien sich zu erinnern.