Sie lächelte fröhlich.
»Was Sie wohl meinen! Ich bin kein Murmeltier, aber ich kann doch sechzehn Stunden hintereinander schlafen. Übrigens war das kein Schlaf. Ich hab an manches Liebe und an manches Böse gedacht. Auch an Sie und Ihre Abreise.« –
»Und zu welcher Kategorie haben Sie mich gezählt?«
»Ihre Abreise zum Bösen, Otto. Aber soll ich Ihnen, statt dass Sie so neugierig fragen, nicht lieber etwas von Papas Krätzer bringen? Sie wissen, viel wert ist er nicht.« –
»Ich danke, Briggi, ich mag nicht trinken.« –
Dann aber schien er es sich zu überlegen.
»Wein möchte ich nicht,« sagte er zögernd, »aber wenn ich eine Tasse Thee bekommen könnte …«
Brigitte wunderte sich. Sie hatte noch nie gehört, dass Otto Ehlers im Sommer Thee trank. Sie ging aber in die Küche, um welchen zu bereiten.
Als sie mit einem kleinen Kännchen zurückkehrte, hatte er den Kopf in die Hand gestützt und sah sie lächelnd an.
»Wissen Sie auch, warum ich um Thee bat?« –