Rathaus, got. Steinbau, oft verändert.
Schloß Neuenburg. Einst die stärkste und nächst der Wartburg wohl glänzendste Feste Thüringens, jetzt im Gesamteindruck nüchtern, fast kasernenmäßig; schon Kurfürst August 1552 und die Herzöge von Sachsen-Weissenfels 1666 bis 1746 haben diese Wandlung herbeigeführt. Der erste Bau beg. 1090 von Ludwig dem Springer. Von ihm der mächtige Bergfried neben dem ursp. Haupttor. Das wichtigste, was vom rom. Bau sich erhalten hat, ist eine Doppelkapelle, die zum Besten und Bezeichnendsten gehört, was uns von der höfischen Kunst der Hohenstaufenzeit geblieben ist. Erb. unter Landgraf Ludwig (1217-27). Die beiden Geschosse — das untere für das Gesinde, das obere für die Herrschaft — durch eine (1856 in historisch unmöglicher Form erneuerte) Balkendecke mit kleiner (viel kleinerer als heute) vergitterter Öffnung gesondert. Nur der kleinere östliche Teil der Unterkapelle gewölbt; seine Bestimmung durch das alte Taufbecken gegeben. Die Oberkapelle in leichten freien Verhältnissen, 4busige Kreuzrippengwbb. auf abgesetzten Wandsll. und einer aus 4 schlanken Schaften zusammengesetzten Mittelstütze; die Quergurte in Zackenbgg. aufgelöst (morgenländische Reminiszenz?), das Blatt- und Rankenwerk der Kapitelle und Deckplatten, mit tierischen Elementen gemischt, von phantasievoller Erfindung und glänzender, die Form fast frei vom Grunde lösender Technik (jetzt in verständnislos greller Bemalung und Vergoldung). Zu beachten ist, daß trotz der vorgerückten Zeit dem got. Stil nach der formalen Seite keinerlei Zugeständnisse gemacht sind. — Von einigem Interesse der Fürstensaal von 1552 und das sog. Königin Luisenzimmer in gutem Zopfgeschmack.
FREIENFELS. OFranken BA Ebermannstadt.
Kirche. 1700. — Schloß. 1690.
FREIENHAGEN. Pr. Sachsen Kr. Heiligenstadt.
Dorf-K. Sandsteinquaderbau 1777.
FREMDISWALDE. K. Sachsen AH Grimma.
Dorf-K. Chor rom., eingezogene quadr. und 1/2kr. Apsis.
FRENSDORF. OFranken BA Bamberg II.
Pfarr-K. 1353. Angaben über die vorauszusetzenden Veränderungen späterer Zeit fehlen.