Wohnhäuser. 4 romanische mit mehr oder weniger bedeutenden Resten aus der Erbauungszeit: Langgasse 257, ebenda 264 sog. Mehlwage, ebenda 285 [Obermarkt 101, 1895 abgebrochen, die Werkstücke der schönen gekuppelten Kleeblattfenster jetzt in der Burg deponiert]. Gotisch: Bischofshof, jetzt Stadtschreiberei; Alte Schmidtgasse 106; Töpfergasse 69; Untermarkt 443 Hinterhaus; Obermarkt 341, altes Gasthaus u. a. m. Diese sind alle Steinhäuser. Ein got. Fachwerkhaus Langgasse 264.
GEMÜNDEN. UFranken BA Gemünden.
Pfarr-K. 3/8 Chor um 1480, das 1sch. flachgedeckte Langhaus 1488. Turm zwischen Chor und Langhaus eingeschoben, erb. 1486 auf älterer Grundlage. Das Äußere einfach; WPortal erneuert. Der mit 4 kleinen Erkertürmchen geschmückte Turm macht durch seine stattlichen Verhältnisse eine gute Figur im Stadtbild. — Ausstattung neu. Hübsche Zunftstangen E. 18. Jh. Glocken 14. Jh. und später. — An der äußeren OWand des Langhauses Relief Christus am Kreuz zwischen den Schächern; zu Füßen Assistenzfiguren und Soldaten, M. 15. Jh. An der Kirchenmauer das ehem. Sakramentshäuschen von 1488; ruinös.
Rathaus. 1593. Giebel erneuert.
Rentamt. Behäbiger, dreigesch. Barockbau v. 1711 mit kuppelbedeckten Ecktürmen. Über dem Portal Wappen der Hutten.
Scherenburg. Erhalten der runde Bergfried und der Bering, sowie ein großer zweischiffiger Keller, alles aus got. Zeit (14. Jh.). Nur wenige Reste der Stadtbefestigung, jedoch noch immer hübsches Ortsbild.
GENSUNGEN. RB Kassel Kr. Melsungen.
Dorf-K. mit spgot. Wehrturm und Friedhofsbefestigung.
GEORGENTHAL. Sachsen-Gotha LA Ohrdruf.
Cisterc.-Klst.-K. Trümmer. Grundmauern ausgegraben. Sie erweisen einen höchst ansehnlichen Bau von 73 m Länge. Nach den jüngsten Untersuchungen von H. Giesau 2 Bauperioden in folgender Weise zu unterscheiden: 1. Zugrunde liegt eine kreuzförmige Basilika nach dem Hirsauer Schema, am Chor 5 Apsiden in staffelförmiger Anlage (Talbürgel). Im Lhs. 10 Arkaden, Wechsel von stärkeren und schwächeren Pfll. Reste eines WPortals mit einfach abgetreppten Gewänden. Dieses der Gründungsbau aus der Mitte des 12. Jh. 2. Umbau für Gewölbe im 2. Drittel 13. Jh. Die 5 Apsiden wurden niedergelegt, an Stelle der Hauptapsis gerader Abschluß des Hauptchores. Um ihn wurde ein rck. Umgang von 4,2 m Breite herumgeführt, aus seiner äußeren Wand rck. Nischen ausgespart. (Holtmeyers Rekonstruktion mit Umgang [pg 146] und Kapellenkranz in Art von Riddagshausen nach Giesau nicht haltbar.) Die bauliche Ausführung des Umbaues unter Leitung eines Architekten aus Walkenried. Walkenriedisch-maulbronnisch auch das gesamte Detail. An der Westfront eine Vorhalle von 3 quadr. Feldern (5,6 m Seitenlänge). — Von der großartigen Klosteranlage erhalten: