Die Innungshäuser, soweit erhalten, nur durch Bildnis- und sonstige Sammlungen von Interesse.

Verhältnismäßig arm an bedeutenden Monumentalbauten, besitzt Leipzig eine lehrreiche Folge von Wohnhäusern des 16.-18. Jh. Spgot. Reste: Burgstr. 19; Grimmaische Str. 5; Reichsstr. 4; Katharinenstr. 2, 4, 20 u. a. m. Renaissance: [pg 240] 1523 Markt 5 (die Fassade jetzt in den Hof versetzt); Auerbachs Hof, Durchgang von Grimmaische Str. 2 zu Neumarkt 14, mit Gemälden aus der Faustsage um 1615; Brühl 15 um 1540, Katharinenstr. 9 um 1550; Reichsstr. 21; Hainstr. 3 Webers Hof, um 1550, bmkw.; Katharinenstr. 26 um 1560; Reichsstr. 10 bez. 1605; Reichsstr. 6 Specks Hof um 1615, Gerbergasse 12 bez. 1690. — Gute Beispiele von Höfen mit Holzgalerien Katharinenstr. 4, Neuermarkt 26 bez. 1698, Reichsstr. 27. — Erker in reicher Holzschnitzerei: Katharinenstraße 21 um 1660; Katharinenstr. 20 um 1680; Grimmaische Str. 31 um 1670; Hainstr. 8 um 1680; Petersstr. 12 um 1680; Petersstr. 39 um 1690, einer der schönsten. — Fassaden unter holländischem Einfluß: Reichsstr. 8 Deutrichs Hof, Giebel um 1670, zweite sehr stattliche Fassade nach Nikolaistraße 15; Hainstr. 17 sehr charakteristisch; Brühl 21 unverletztes altes Geschäftshaus. — In deutschem Barock: Markt 17 von 1705, Markt 2 von 1707; Hainstr. 23, Bärmanns Hof mit sprenss. Portal; sehr stattlich, palastartig Katharinenstraße 31 vom Maurermeister Fuchs 1701-4; vom selben ebenda 23, wahrscheinlich auch ebenda 11 Fregesches Haus, und Markt 17 Hohmannsches Haus, der Höhepunkt des Leipziger Barocks; Katharinenstr. 16 von 1715 mit wohldurchdachtem Grundriß, das Detail der Fassade sehr manieriert. In Pöppelmanns Art von G. Werner Hohmanns Hof 1728 Petersstraße 15; vom selben Kochs Hof 1732 Markt 3; der Dresdner Richtung gehören ferner Ritterstr. 10; Neumarkt 12; Katharinenstr. 22; Reichsstr. 37 bez. 1720; Brühl 24 bez. 1735; Stiglitzens Hof Markt 13 und Klostergasse 6 um 1740; etwa gleichzeitig Neumarkt 18 mit ausgebildetem Mansardendache. — Rokokobauten: Katharinenstr. 27, das Portal im Grundgedanken noch barock; Markt 5 im Stil der Dresdener Bauten Longuelunes; Klostergasse 5 von 1740 mit barocken Nachklängen; Katharinenstr. 29 vornehmes Kaufmannshaus; Thomasgäßchen 5 und Petersstr. 22 mit Erkern. — Kleine Fleischergasse 4 das erste Kaffeehaus Sachsens (1694) hat darauf bezüglich über der Tür eine treffliche Hochreliefgruppe von etwa 1720.

Ehemalige Landhäuser, schloßartig: [Gerberstr. 2-4, 1742 für Kammerrat Richter, die Fassade in Knöffels Art; 1845 abgebr., Abb. im Inventar]; Schloß Gohlis, um 1750, ausgemalt von A. F. Oeser um 1780; Johannesgasse 6, um 1750, mit zwei bmkw. Statuen von Pierre Coudroy um 1780.

Denkmal des Kurfürsten Friedrich August III, auf dem Königsplatz, 1780 nach A. F. Oeser, Sockel von Dauthe.

Stadtgeschichtliches Museum im alten Rathaus.

LEISLAU. Sachsen-Meiningen Kr. Saalfeld.

Dorf-K. Einfache rom. Anlage, OTurm gut erhalten, Lhs. verbaut.

LEISNIG. K. Sachsen AH Döbeln.

Stadt-K. 2. H. 15. Jh., rest. nach Brand 1637 und 1882 in stilistisch älteren Formen. — Hallenkirche von 3 fast gleich breiten Schiffen und 4 Jochen, Chor 3 Joche in der Br. des Msch. und 5/10 Schluß. Pfll. 8seitig mit leicht konkaven Flächen, Gwbb. stern- und netzförmig, Fenster und Turm in charakteristischen Formen der Spätzeit des 15. Jh. — Hochaltar 1663 von J. Richter und V. Otte; der Aufbau setzt das spgot. Schema in Barockformen um (ca. 9 m h.). — Taufstein 1638 unbedeutend.

Gottesacker-K. S. Nikolai 1540 und 1674. — Schnitzaltar 1509. — Auf dem Fußboden zahlreiche Grabsteine. Wanddenkmäler 1592, 1671, 1708, 1725, 1727, letzteres an der äußeren WWand, durch Feinheit ausgezeichnet.