Da lachte der Störtebecker und schlug sich auf die Brust. »Alte,« gab er getrost zur Antwort, »der Fuchs ist dir zu schlau. Die Meinen werden kommen, sobald ihr mir diesen Fetzen mit Eid und Siegel behängt habt.«

»Bene optime,« lobte der Propst voller Bewunderung und blickte sich, Beifall heischend, im Kreise um. Allein unter den Hörern entstand von neuem drohendes Gezänk.

»Still,« verwies die Fölke, die sich nicht rührte, »dies verstehe ich, Störtebecker. Doch nun das Wichtigste. Du willst Land von uns erwerben. Gesetzt, wir wollten dir willfährig sein, was gedenkst du mit den Gütern zu beginnen?«

Jetzt sprangen die Edelinge wieder von ihren Sitzen, denn der Kern der Verhandlungen schälte sich bloß.

»Er soll gleichmäßig von uns kaufen,« schrien sie.

»Darauf kommt es nicht an,« sprach die Fölke in den Lärm hinein.

»Doch – doch.«

»Achtet auf die Quade,« schimpfte der wilde Allena, »die Hexe betrügt uns.«

»Was willst du mit den vielen Jochen anfangen?« wiederholte die Hausherrin kaltblütig.

Mit einem Satz sprang der Störtebecker zu ihr in die Höhe, und während er heftig an der Lehne ihres Sitzes rüttelte, da quollen hinten aus dem Pechqualm abermals die ungezählten Scharen hervor, Kopf an Kopf, Hand in Hand, tausend unglückliche Augen starrten ihn an, und aus dem Geistersturm schallte es: »Du Menschensohn, du Sohn armer Leute, jetzt gib uns Brot und Kleider und ein Menschenlos.«