In diesem Moment jedoch wurde die Klapptür des Kellers mit solcher Wucht in ihre Einfassung geschleudert, daß das Häuschen einen Sprung machte und jedes vernünftige Gespräch verstummen mußte.
Das war sehr unrecht, man hätte noch allerlei erfahren.
Unter der Einfahrt des Deutschen Hauses stand Johanna Grothe – »Hans«, wie sie sowohl von ihren Schwestern als auch von Freunden genannt wurde – vor dem gelben Jagdwagen, den die Mädchenschar soeben verlassen, und während sich die anderen jungen Damen die Staubmäntel schüttelten und die Toiletten ein wenig in Ordnung brachten, gab die Älteste dem noch auf dem Bock sitzenden halbwüchsigen Kutscherjungen ihre letzten Befehle. Sie sprach sehr nachdrücklich mit ihrer festen, ruhigen Stimme, denn der Bursche da oben war nur schwer seiner polnischen Schläfrigkeit zu entreißen, und er sah auch jetzt aus blöden Augen apathisch einer Rotte von Fliegen zu, die den Rücken seiner Tiere peinigte.
»Stasch, du spannst hier aus.«
Der Junge rührte sich nicht, sondern schüttelte nur ein wenig verwundert das Haupt, weil sich immer mehr Bremsen einfanden. Die Tiere schlugen hinten aus.
»Ausspannen, Panna?« murmelte er geistesabwesend.
»Ausspannen,« rief Hans böse hinauf, und dabei versetzte sie dem Rosselenker einen Ruck gegen den Arm, daß der Junge beinahe sein Gleichgewicht verloren hätte.
»Oh Jesus, Panna,« stöhnte er.
»Und dann soll hier gefuttert werden,« bestimmte die hochgewachsene Blonde weiter.
»Gefuttert?« murmelte Stasch in sich hinein, wobei er beinahe Miene machte, von neuem in seinen slawischen Schlaf zu versinken.