»Ja, so ähnlich sagte er woll.«

Das Mädchen sah einen Augenblick zu Boden. Dann entschied sie lächelnd: »Ich bin ja da – höre, Dörthe, es muß eine recht schöne Tanne sein. – Haben wir etwas zum Putzen?«

»Ne, Fräulen, daß ich nich wüßte.«

»Nun, dann machen wir es uns heute selbst. – Und für euch auch,« setzte sie hinzu. »Christian soll buntes Papier holen.«

»Sie is zu nett,« sprach die Obermagd dankbar hinter ihr her.

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Wilms merkte bei Tisch, daß gerade seine Lieblingsspeisen gewählt seien, und als er sich in seiner ruhigen Weise dafür bedankte, glitt ein heiteres, selbstzufriedenes Lächeln über Hedwigs schönes Gesicht.

Es bereitete ihr Freude, für die Bedürfnisse eines Menschen sorgen zu dürfen, und namentlich für diesen großen, unbeholfenen Mann, dem das Schicksal schon so grausam mitgespielt hatte.

Freundlich plauderten sie wieder über allerlei. Das Mädchen erzählte von ihren Erfahrungen bei der Molkerei. Wilms sagte ihr, daß er ihre Kraft und Energie bewundere. Dann berichtete er von den Geschäften, die er vormittags betrieben.

Es kam ihm ganz selbstverständlich vor, daß er dergleichen mit Hedwig bespräche. Ja, er glaubte, daß ihm noch einmal so gute Eingebungen kämen, wenn sie ihn mit ihren klugen, aufmunternden Augen dazu anblickte.