Hedwig war zufrieden. Sie wollte selbst alles zubereiten. Der taube Krischan wurde ins Dorf nach allerlei Zutaten zum Krämer geschickt.

Er hinkte unlustig vom Hof herunter.

Bewundernd lugten die Obermagd und ihre Untergebenen dem Mädchen nach, als sie eilig dem Hause zuschritt.

»Die versteht’s,« urteilte Dörthe, »schade, daß die Frau nich auch so is.«

Den ganzen Vormittag über revidierte Hedwig das Haus vom Keller bis unter das Dach. Mit Elsens Schlüsseln öffnete sie alle Schränke, zählte nach und legte zurecht, als ob alles ihr gehöre. Ihre Wangen röteten sich dabei vor Vergnügen. Sie erschien sich wie eine Hausfrau, die für Mann und Heim zu sorgen hat.

Dann waltete sie in der Küche. Zuletzt gab sie Dörthe den Auftrag, eine kleine Tanne schlagen zu lassen.

»Ja, aber Fräulen,« meinte die Magd bedenklich, »der Herr will aber keine.«

»Warum denn nicht?«

»Er sagte, weil er so allein is. – Und – dann – unsre Frau fehlt auch.«

»Sagte er das?«