»In acht Tagen ist sie wieder bei uns,« sagte er weich, als ob er seine schwere Empfindung zurückdrängen wollte.
»Else?« fragte das Mädchen rasch.
»Ja. – Komm, Hedwig – ich will ihr dieses Herz zum Fest schicken. Wir wollen es einpacken.«
Das Mädchen richtete sich auf. Langsam schritt sie zum Tisch, langsam wog sie das kleine Herz in der Hand. Erst als sie den eingeprägten Namen bemerkte, blickte sie ihrem Schwager, der sich ebenfalls erhoben hatte, fest und nachdenklich in die gutmütigen Augen.
»Sie wird sich freuen,« sagte sie schwer und nachdrücklich.
Das Kästchen wurde verschnürt, Wilms schrieb die Adresse, Hedwig trug ihm Licht und Siegellack hinzu. Er drückte das Petschaft darauf.
Mit seltsam starren Blicken verfolgte sie sein Tun. Ein Atom von dem flüssigen Siegellack fiel auf ihre Hand und lag auf der weißen Fläche, wie ein runder Blutstropfen.
»O« – rief Wilms erschreckt, »ich habe dir weh getan.«
»Mir?«
Sie hatte kaum etwas gemerkt.