Das Mädchen blickte ihn an: »Was soll das heißen? Haben Sie mich denn nicht verstanden?«

Der Alte schüttelte wieder und steckte die Hände in die Hosentaschen. Dann begann er von neuem zu zittern, wie ein Knochengerüst, das im Winde klappert.

Ein widerwärtiger Anblick.

Hedwig stieg das Blut ins Gesicht, sie trat dicht an den häßlichen Alten heran und sagte scharf und bestimmt:

»Christian, es wird Zeit, daß Sie vom Hof herunter und in das Gemeindehaus kommen. – Verstehen Sie mich? Hier können Sie nichts mehr leisten, dort dagegen können Sie sich ausruhen. – Mein Schwager wird Sie beköstigen. Wollen Sie?«

Ganz genau hatte der Alte verstanden. Er zitterte, kaute weiter und murmelte gelassen:

»Ick bliew hier. Se sünd nich de Fru. Se hewwen hier nix tau seggen.«

»Was?« entgegnete Hedwig erblassend, »das wird sich finden.« Mit schnellem Atem betrat sie den Stall, wo sie einen Hofjungen fand, der sein flachsblondes Haupt an die Krippe lehnte und eingeschlafen war. Sie rief ihn an und mit seiner Hilfe war der kleine, blaue Schlitten bald herausgehoben und mit dem schönen braunen Pferde bespannt.

Hedwig setzte sich hinein.

»Aber der Kutscher is in die Kirche,« meinte der Junge.