Wilms brach los: »Und nun gehst du hier so – so – was machst du denn eigentlich hier?«
Er hatte sich vorgebeugt, seine Lippen bebten.
Aber in dem Mädchen war plötzlich etwas geweckt, etwas vor dem sie sich selbst graute, und an das sie vorhin so stark gedacht hatte.
Ganz nahe trat sie an den aufgeregten Mann heran und warf ihm einen einzigen Blick zu: »Ich sagte ja, ich gehe spazieren,« kam es scharf und trotzig hervor.
Ihre Fäuste in dem zarten Glacéleder ballten sich, ihr Körper zuckte.
Im Moment glich sie einer Katze, die sich zum Sprung anschickt. Aus ihren blitzenden Augen leuchtete die Lust, mit ihrem Bedränger zu ringen. Brust an Brust. Um irgend etwas Unerkanntes – Kostbares – um sich selbst.
Das alles war dem rohen, gutmütigen Bauer so neu, so unfaßbar, daß er das im Zorn bebende Geschöpf vor ihm minutenlang kopfschüttelnd anstarrte.
»Was willst du eigentlich von mir?« murmelte er endlich verständnislos.
»Ich?«
Sie erwachte plötzlich wie aus einem wohltuenden Traume und eine brennende Röte jagte über ihre Züge.