Beide starrten sich noch immer, wie aus allen Himmeln gefallen, an. Langsam ließ das Mädchen den erhobenen Schirm niedergleiten und richtete sich straff auf.

Ein verächtlicher Zug flog um ihre frischen Lippen.

Es war wohl ihr Schicksal, überall mit den Männern im wirklichen, körperlichen Kampfe streiten zu müssen. Dieser da schien ihr wenigstens nicht gefährlich.

»Ich wollte einmal mit dir über deine Verhältnisse sprechen,« begann sie kurz und herb.

Er stand so groß und kräftig, und doch so ungeschickt vor ihr.

O, wie sie es reizte, diesen ungebärdigen Riesen ihre Macht fühlen zu lassen.

»Über meine Verhältnisse?« wiederholte der Pächter, kalter Schweiß trat ihm auf die Stirn.

»Da hast du also vorhin alles mit angehört, wirklich alles?«

»Ja, ich weiß, daß du dich in Geldverlegenheit befindest.«

Eine Sekunde noch dauerte das peinliche Schweigen, die Brust des Mannes hob und senkte sich, als wollte sie etwas von sich abwälzen, den Kopf schob er stierartig vor, die Zähne knirschten mechanisch übereinander.