Dann stürzte es aus ihm heraus.

»Und du – – was hast du dich da rein zu mischen, du freche Dirn? – – – Was geht dich das alles überhaupt an? Nein, nein, du mußt fort, – aus dem Haus – heute noch.«

Schrie und brüllte er dem Mädchen wirklich all diese Schmähungen ins Gesicht? Nein, ach nein, matt und schmerzhaft stachen ihm die Worte nur durchs Gehirn, über die halbgeöffneten Lippen aber quoll dumpf und heiser:

»Was geht dich das an? – Was soll das alles? Wozu drängst du dich in meine Angelegenheiten? Was?«

»Wozu? – Weil ich mir Klarheit über die Menschen verschaffen will, bei denen ich von jetzt an leben soll.«

»Willst – du denn wirklich bei uns bleiben? – Hedwig – aber – aber du – du paßt ja gar nicht hierher, du taugst nicht in so viel Traurigkeit – du solltest lieber wieder gehen.«

Unwillkürlich hatten beide den Weg von neuem aufgenommen und schritten nebeneinander über die leere Heide.

Der Mann in sich zusammengesunken, das Mädchen schlank aufgerichtet und geschmeidig, von Zeit zu Zeit einen prüfenden Blick auf den Begleiter heftend.

Und wieder sagte er eindringlich vor sich hin: »Ja, ja, du solltest gehen.«

Da faßte Hedwig seinen Arm und legte den ihrigen hinein.