Es waren die Bewegung und die Manier, wie sie sie drüben in der aristokratischen Tanzstunde in der alten Hansastadt gelernt hatte.

Stirnrunzelnd ließ es Wilms geschehen, innerlich jedoch empörte ihn dies elegante Gebaren, obgleich es sich leicht und anmutig genug ausnahm.

»Schwager, hast du eigentlich etwas gegen mich?« fragte sie plötzlich und ließ ihre klugen braunen Augen fest auf ihm ruhen.

Ihr Arm drückte noch gegen den seinen, so daß sie sein Erschrecken merken mußte. Den ehrlichen Mann brachte die Lüge, die nun gebraucht werden sollte, in gänzliche Verwirrung.

»Ich – nein, – was denkst du, – ich habe nichts gegen dich.«

»Und Else?«

»Meine arme Frau wohl auch nichts – bloß –«

Er stockte und über seine offnen Züge breitete sich wieder jene große Verlegenheit.

»Bloß – nun also?«

»Nun, du bist uns wohl nur zu sehr überlegen« – stammelte er. »Du hast soviel Bildung genossen – drüben in der feinen Pension – Else und ich, wir sind doch nur einfache Leute. Und dann meine schmalen Einkünfte, du hast es ja selbst gehört, das wird dir doch auf die Dauer nicht gefallen.«