Und wieder trat eine lange, drückende Pause ein, die keiner zu unterbrechen wagte. Es wurde sehr ungemütlich. Else fing vor Verlegenheit an zu zittern. Wenn der Graf nur gegangen wäre. Aber er blieb und begann jede Bewegung ihrer Schwester zu verfolgen.
Was das nur bedeutete?
Die Kranke regte sich so auf, daß ihre Zähne leise zusammenschlugen. Sie merkte, daß sie fieberte, aber mit letzter Kraft hielt sie sich aufrecht.
Auch die Blicke ihres Mannes hingen so sonderbar an Hedwig. Erst jetzt fiel ihr das auf.
Ob die beiden Männer von dem Mädchen irgend etwas wußten?
Aber was?
Und die beiden verheirateten Frauen flüsterten miteinander so leise.
Worüber?
Vor den Augen der Gepeinigten flimmerte es, ein langer stechender Schmerz durchschnitt sie.
»Gott im Himmel – Hedwig,« ächzte sie halblaut, um nur irgend etwas zu sagen, »ich möchte – du solltest – etwas singen – so lange habe ich nichts gehört.« Sie schauerte zusammen.