»Ja,« antwortete Hedwig.

»Nun also – ich bitte dich.«

»Ganz einfach, Else. – Der Graf ist, wie du weißt, ein Lebemann –«

»O Gott – und?«

»Du hörtest ja gestern. Deshalb drängte er sich, weil er viele hübsche Mädchen dort vermutete, in unsre Pension ein und versuchte dann allerlei lockere Tändeleien anzuknüpfen.«

»Aber mit dir – Hedwig – mit dir?«

»Mit mir?«

»Ja.«

Ein rascher Atemzug wurde hörbar. Der prachtvolle, junge Leib dieses schönen Weibes wand sich, als ob er eine schmerzhafte Berührung empfände, ein Schauer rieselte beinahe sichtbarlich über sie hin, dann aber stürzte es rasch und wie gehetzt über ihre Lippen:

»Er hat einmal versucht, mich gewaltsam zu küssen – weiter nichts.«