»Mein Elsing – sie wird nun bald ganz gesund sein – und dann werden wir mit Gottes Hilfe wieder glücklich – ach so glücklich, wie damals, eh’ die schwere Zeit begann.« Er seufzte. »Wenn sie doch erst da wär.«

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Immer mehr rückte der Winter vor. Es ging stark auf Weihnachten. Wilms merkte, daß seine Leute kleine Geschenke für ihre Familien einkauften.

Das bewegte ihm das Herz. Wieder mußte er an sein fernes Weib denken.

»Soll ich für den Herrn auch ’ne schöne Tann’ putzen?« fragte die Obermagd.

Es klang wie Mitgefühl aus den wenigen Worten, als sie auf den einsamen Mann blickte.

Wilms dankte.

»Ne, laß man, Dörthe – für mich allein. – Es hat keinen Zweck.«

Aber nachmittags ließ er den Schlitten anspannen und fuhr zur Stadt. Er wollte Else etwas kaufen, seinem armen, langsam gesundenden Weibe eine Freude bereiten.

Über die verschneite, dunkle Landstraße klingelte er endlich in Grimmen ein und wählte bei dem einzigen Juwelier des Städtchens ein kleines goldnes Herz an einer dünnen Kette.