»Wirklich?«

Er schlug die Augen nieder und begann zu essen.

Sie dagegen nippte nur von allem und erzählte ihm unaufhörlich von Else und beschrieb alle Einzelheiten ihres Aufenthalts. Die halb polnische Stadt, die Anstalt, den Arzt, die andern Kranken, alle Einrichtungen, die Bäder, und das Ganze so nüchtern und verständlich, daß Wilms längst Messer und Gabel hingelegt hatte, um ihr mit lebhafter Spannung zu lauschen.

Von Zeit zu Zeit goß sie ihm den angenehm erwärmenden Trank ein und lächelte liebenswürdig, wenn er ihr zaghaft zutrank.

Plötzlich trat dennoch eine Beklemmung zwischen beiden ein. Hedwig hatte aufgehört zu erzählen und lehnte sich in die Sofaecke zurück, da die Reise sie wahrscheinlich ermüdet hatte. Auch Wilms hielt eine Scheu davon ab, jetzt irgend etwas Gleichgültiges vorzubringen.

Er blickte mehrfach rasch zu ihr hinüber, beobachtete dann das verglimmende Ofenfeuer, faltete umständlich die Serviette, und sah von neuem unruhig auf das junge Mädchen hin.

Sie träumte an ihm vorbei, den Kopf in die Hand gestützt, schien sie an etwas Fernes zu denken.

Der Pächter wurde unruhig.

»Hedwig,« räusperte er sich halblaut.

»Ja, Schwager.«