Und bei alledem stand Line und lächelte. Mit der linken Hand hatte sie nach dem oberen Riegel des Fensters gegriffen und lehnte den dunklen Kopf an den Arm. So bot sie ein hübsches, anmutiges Bild. Ein paarmal hatte Hann nach ihr hinübergeblinzelt, jetzt erst wagte er die Augen aufzuschlagen. Er erstaunte. Nein, was sah sie doch schlank und vornehm aus in dem enganliegenden blauen Tuchkleid. — Wie groß war sie geworden, wie hatte sie sich entwickelt.

»Gratulierst du mir nicht auch?« fragte sie ein bißchen gönnerhaft.

»Ja, Lining — dir auch,« brachte er hervor. Das »du« wollte ihm gar nicht recht aus der Kehle.

»Dann gib mir doch die Hand,« forderte sie, wobei das Lächeln nicht von ihrem Antlitz weichen wollte.

Da machte Hann einen Schritt vor, und als sie nicht näher trat, noch einmal einen und streckte zögernd den Arm nach ihr aus: »Da, Lining.«

Mit einem mutwilligen Ausruf griff sie zu, heftig seine Hand schüttelnd: »Wie geht es der Mutter?« forschte sie rasch.

»Oh, bis auf die Füße is sie noch ganz gut zu Weg.«

»Und Siebenbrod?«

»I, der hat ja kurz vor Neujahr drei Schweine zu unseren dazu gekauft. Wir haben ordentlich den Koben ausbauen müssen.«