Herrgott, Herrgott, was war nur aus ihr geworden.
»Mädel, wie alt bist du denn eigentlich?« stammelte er zuletzt.
»Einundzwanzig.«
»Dein Wohlsein,« fuhr sie fort, indem sie, wie im Hohn, das Glas gegen ihn hob und ihn durch die scharfgeschliffenen Ränder mit einem zugekniffenen Auge anblinzelte. »Ah, das macht warm.«
Damit dehnte sie ihre Glieder, erhob sich und schritt ein paarmal mit ihrem leicht wiegenden Gang im Zimmer umher.
Immer gefolgt von seinen Blicken, die sich an ihren Bewegungen entzündeten.
»Ein schönes — schönes Mädel,« dachte er wieder. —
Plötzlich klingelte Musik durch seine Gedanken. Klirrend und klimpernd begann der Musikautomat aus der Ecke eine Melodie abzuschnurren.
Mit vorgebeugtem Leib, den Kopf nach ihrem Gefährten gewendet und den Finger leicht gegen die roten Lippen gelehnt, während die andere Hand noch an der Öffnung weilte, durch die sie eben die kleine Münze geschoben, so sah Bruno das zierliche Mädchen lauschen.
»Line.«